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Hochgebirgstour auf dem Prättigau-Höhenweg
Die diesjährige Hochgebirgstour der Ski- und Wanderzunft Ottersweier-Unzhurst führte die Teilnehmer auf einem der schönsten Höhenwege der Alpen durch das
Rätikon. Die Gesteinsvielfalt im Untergrund ist verantwortlich, dass es in dieser Alpenregion so viele verschiedene Pflanzengesellschaften auf engstem Raum wie sonst nirgendwo gibt. Die Bergfahrt mit der Älplibahn
von Malans war der Auftakt der fünftägigen Tour, deren Leiter wiederum SWZ-Tourenwart Hugo Falk war. Ziel des ersten Tages war die 1908m hochgelegene Schesaplana-Hütte. Nach knapp sieben Stunden über den
Kamm-Pass (2025 m) und die Fläscher-Alp, am unteren Fläschersee vorbei und durch zwei Tunnelpassagen erreichte man die abseits gelegene Alp Ijes. Weiter ging es im leichten Auf und Ab entlang der Südflanke des
Tschingel. Von hier sah man endlich auch die Hütte auf der Hochfläche der Alp Fassons, bis zu deren Erreichen allerdings in diesem Fall noch selbstgewählte schwierige Passagen zu überstehen waren. Aufgehalten
wurde die Truppe bei ihrem Aufstieg von einem starken Gewitter mit heftigen Regen- und Graupelschauern.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit waren am zweiten Tag Voraussetzung zum Erreichen des Gipfels der Schesaplana. Über 1000 Meter im Blockgestein und auf
ausgesetzten Stegen waren bis zum Gipfeltrank zu überwinden. Landschaftlich eindrucksvoll war der Abstieg über die Totalphütte und den Gamsluggenpass zurück zur Schesaplana-Hütte.
Die dritte Etappe, die unterhalb der riesigen Südwände des Rätikons entlang führte, war bei wiederum herrlichem Wetter landschaftlich ein Traum. Durch
blühende Almwiesen ging es über das Cavelljoch (2239 m) und weiter immer entlang der österreichisch/schweizerischen Grenze mit dem Blick zum Lünersee, vorbei am Schweizer Tor und dem Gebirgsstock der Sulzfluh
zur Carschinahütte (2221 m), die nach 6,5 Stunden endlich erreicht war.
Nach den Dolomitengesteinen der Schesaplana waren am nächsten Tag die riesigen Kalkmauern der Sulzfluh und deren Gipfel in 2817 Meter Höhe das Ziel. Das
gute Wetter als Voraussetzung für diese Tour war gegeben – die ausgesetzten und zum Ende steilen Wege erforderten höchste Konzentration. Nach kurzem Verweilen beim mächtigen Gipfelkreuz ging es gut gelaunt
über z.T. steile Wiesenpfade abwärts, entlang des Partnuner Sees zum Berghaus Alpenrösli in Partnun, dem letzten Ziel der Tour. Beim abschließenden gemütlichen Beisammensein dankte Gruppensprecher Hermann
Neuburger Hugo Falk für die hervorragende Organisation und Führung. Am Tag der Heimfahrt machte man noch einen mehrstündigen Stopp in der imponierenden Altstadt von Chur.
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