Im Nationalpark Hohe Tauern

Hüttentour der SWZ am Großvenediger

Die diesjährige Hochgebirgstour der Ski- und Wanderzunft Ottersweier-Unzhurst unter Leitung von Tourenwart Hugo Falk führte auf dem Venediger-Höhenweg in vier Tagen über steile Höhenwege und tiefe Schluchten um den zweithöchsten Berg der Tauern (3666 Meter). Ausgangspunkt der Tour war Hollersbach bei Mittersill in 800 Metern Höhe. Nach dem Parken des Vereinsbusses ging es zunächst etwa 13 Kilometer stetig bergan bis zur Materialseilbahn der Neuen Fürther Hütte auf nun schon 1600 Metern Höhe. Der eigentliche Aufstieg zur Hütte begann aber erst jetzt. In steilen Serpentinen mussten noch 600 Höhenmeter bis zu diesem ersten Ziel auf 2201 m überwunden werden. Da die Gruppe am zweiten Tag den „Königstag“ dieser Tour vor sich hatte, ging man nach dem obligatorischen Skat- bzw. Unospiel relativ früh ins Lager. Frisch gestärkt machte man sich noch im Frühnebel um 7 Uhr auf den Weg Richtung Neue Prager Hütte. Auf dem Fürther Weg ging es zunächst 500 Meter hinauf bis zum Sandebentörl auf 2753 Meter. Durch Wolken und Nebelfetzen hindurch war nun der Kratzenbergsee an der Fürther Hütte gut zu sehen. Ab hier ging es wieder 500 Meter hinunter bis zum Viltragenbach (2205 m), der zu überqueren war um auf dem Gegenhang wieder steil zur Alten Prager Hütte (2489 m) aufzusteigen. Von dort hatte man einen schönen Blick auf den Großvenediger, seine Gletscher und den unterhalb der Hütte liegenden unteren Keesboden. Hier stärkten sich die Teilnehmer, freundlich und gut bedient, mit Kaffee und Kuchen, bevor die noch verbliebenen 300 Meter zum Tagesziel Neue Prager Hütte (2796 m) emporgestiegen wurden. Nach einem Neunstundentag erreichte man diese um 16 Uhr. Am nächsten Morgen, eine Stunde länger schlafen war angesagt, verließ man die Hütte um 8 Uhr und ging zunächst wieder hinunter zur Alten Prager Hütte. Von dort ging es steil über Fels und Geröll bergab auf den Gletscher, der nahezu spaltenfrei war aber dennoch hochkonzentriert überquert wurde. Nach dem Gletscher verlief der Weg wieder steil aufwärts über ein Moränenfeld, bis der Venediger-Höhenweg wieder erreicht wurde. Von hier durften die SWZ’ler den Abbruch eines riesigen Gletscherstückes erleben, das laut krachend in die Tiefe stürzte und sich anschließend wie eine Lawine großflächig verteilte. Der Weg führte weiter bis zum Löbbentörl (2770 m), wo man bereits wieder 500 Höhenmeter überwunden hatte. In stetem Auf und Ab, meist auf ausgesetzten und zum Teil mit Stahlseilen gesicherten Wegen entlang den Bergwänden, erreichte die Gruppe nach weiteren zwei Stunden mit der Badener Hütte (2608 m) das letzte Hochgebirgsziel der Tour. Der vierte Tag war ausschließlich dem Abstieg vorbehalten, und der hatte es mit 1600 Metern in sich! Ohne längere Rast ging es vorbei an einigen einladenden Hochalmen bis hinab nach Gruben, wo sich Tourenführer Falk von der Gruppe Richtung Mittersill verabschiedete, um den dort parkenden Vereinsbus zu holen. Der Rest wanderte noch zwei Stunden weiter nach Matrei, einem malerischen Städtchen in Osttirol, wo man für die letzte Nacht Quartier bestellt hatte und wo die Teilnehmer am Abend Gelegenheit genug hatten, die Tour Revue passieren zu lassen und dem Leiter Hugo Falk für die Planung und die hervorragende Organisation zu danken.