Walserwege

Anspruchsvolle Hochgebirgstour der Ski- und Wanderzunft Unzhurst

Der Weg ist das Ziel. Die Monte Rosa Tour war das Thema der diesjährigen Hochgebirgstour. Steile Anstiege, rekordverdächtige Abstiege in einer herrlichen Hochgebirglandschaft. Wie immer von Martin organisiert konnten Rosi, Eugen, Hermann, Hugo, Klaus und Wolfgang Alles geben.
Ausführlicher Bericht

1. Tag
von Zermatt, Station Trockener Steg über den Theodulpass, den Colle Superiore delle Cime Bianche, Fiery nach Resy.
2. Tag
Von Resy auf den Colle Bettaforca, ein Tal per Lift übersprungen auf den
Colle Olen von dort hinab zur Rifugio Pastore.
3. Tag
Nach einem kleinen Umweg (500 Höhenmeter hoch und 450 hinunter), auf den Colle del Turlo und hinab nach Macugnaga.
4. Tag
Über den Monte Moro Pass hinab nach Mattmark und mit dem Bus nach Saas Almagel .
5. Tag
Heimfahrt, Abschluss bei Martin, Muskelkater, Knie, Knöchel und Blasen pflegen.

 

Sechs Männer und eine Frau stellten sich der traditionellen Hochgebirgstour, die wie immer von Martin Schumacher organisiert und geleitet wurde. Rund um das Monte- Rosa-Massiv sollte die diesjährige 5-Tagestour gehen – steile Anstiege und rekordverdächtige Abstiege in einer herrlichen Hochgebirgslandschaft erwarteten die Gruppe.

Deftig ging es bereits am ersten Tag zur Sache: Nach der Anfahrt über Kandersteg, Visp nach Stalden und von hier per Bahn bis Zermatt fuhr man mit der Klein-Matterhorn-Bahn nach „Trockener Steg“ in 2900 Metern Höhe. Kälte, Nebel und leichter Schneeregen empfing die Wanderer nun auf ihrem Weg auf dem Gletscher zum Theodulpass (3301m), vorbei an der Theodulhütte (3317m). Ab hier folgte der Abstieg über mehr als 1500 Meter, vorbei am Cap. Bontadini und der Passhöhe Sup. delle Cime Bianche auf die Höhe von etwa 1800 Metern nach Fiery. Die Sonne hatte sich inzwischen durchgesetzt und ließ den Schweiß in Strömen fließen. Um das Tagesziel und das erste Quartier zu erreichen musste die Gruppe nun aber noch 250 Meter zum 2075 Meter hoch gelegenen Weiler Resy ansteigen. Nach achteinhalb Stunden war man dort dann auch so „geschaffft“, dass man bereits um 21 Uhr in den Betten lag. Das war auch nötig, denn bereits um 5.30 Uhr hieß es wieder aufzustehen und um 6.30 Uhr war Abmarsch. Um das erste Tagesziel, die Passhöhe Bettaforca (2672m), zu erreichen, mussten zunächst 600 Höhenmeter überwunden werden. Etwas Erleichterung und Erholung boten die sich anschließenden Seilbahnfahrten über S.Anna (2172m) zum Passo Foric (2532m). Vom Foric-Pass folgte wieder ein steiler Anstieg unter sengender Sonne zum Olenpass (2881m). Nach der verdienten Pause dann wieder ein langer und beschwerlicher Abstieg bis zum Tagesziel Rif. Pastore in 1500 Metern Höhe. Während des ganzen Tages war man Zeuge eines äußerst beeindruckenden Berglaufes, dessen Teilnehmer bei den SWZ’lern immer wieder für Frust sorgten, wenn sie bergauf und bergab „vorbeiflogen“. Auf der riesigen Almwiese rund um die Pastore-Hütte hatten sich viele Bewunderer der Bergläufer und Musikgruppen versammelt, um der nun folgenden Siegerehrung beizuwohnen. Nicht geehrt wurden die SWZ-Wanderer, die nach einem Zehneinhalbstundentag mit ca. 1000 Höhenmetern und 1500 Metern Abstieg natürlich auch ein Lob verdient hätten.

Der dritte Tag sollte die Gruppe am meisten fordern: Zunächst frohgemut, weil bereits wieder um 6.45 Uhr gestartet und infolge der noch kühlen Witterung zügig vorankommend, musste man nach 500 überwundenen Höhenmetern feststellen, dass die Natur diesen Weg zurückerobert hatte. Also ging es wieder 450 Meter abwärts und anschließend in neuer Richtung zunächst durch den Wald, dann in  stark ansteigenden Serpentinen und schließlich im Steilanstieg 1200 Höhenmeter am Stück bis zum Colle del Turlo in 2738 Metern Höhe. Der nun folgende steile Abstieg forderte die letzten Reserven der Teilnehmer: In Serpentinen, dazwischen immer wieder steil den Weg abkürzend über Geröll und Schneefelder bis zur Talsohle in 1400 Metern Höhe. Anschließend ging es einige Kilometer relativ flach nach Macugnaga – Motta (1226m) und weiter leicht ansteigend nach Staffa (1307m). In über 10 Stunden war man an diesem Tag 1800 Meter auf- und wieder abgestiegen und hatte das Tagesziel doch nicht erreicht: Die letzte Gondel zur Rif. Obert in 2810 Metern Höhe war bereits abgefahren; also musste man sich um ein Quartier in Staffa bemühen.

Der nächste und letzte Tag der Monte-Rosa-Tour begann mit der am Vortag versäumten Gondelfahrt zum Monte-Moro-Pass (2868m), von wo man sich bei dem folgenden 700 Meter – Abstieg zum Mattmark – Stausee (2197m) Zeit ließ. Mit dem Bus ging es von hier zur letzten Unterkunft in Saas Almagell, wo die Gruppe am Abend in gemütlicher Runde die letzten Tage Revue passieren ließ, Martin Schumacher für die „kernige“ Tour dankte  und dann am nächsten Tag in die Heimat zurückfuhr.

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