Hochgebirgstour

SWZ-Hochgebirgstour in der Schobergruppe

 In der Literatur ist die Schobergruppe „Österreichs geheimnisvollstes Bergland“, obwohl sich hier an der Grenze von Osttirol und Kärnten auf 100 km² dicht geschart über 50 Dreitausender erheben. Nach der über 7 Stunden dauernden Anfahrt über Kitzbühel und Lienz parkte die Gruppe der Ski- und Wanderzunft Ottersweier-Unzhurst die Fahrzeuge oberhalb von Mörtschach. Über 1300 Höhenmeter waren nun zu überwinden, um das Ziel des ersten Tages, die Wangenitzseehütte auf 2500 m zu erreichen. Im immer steiler werdenden Gelände, die letzten 200 Höhenmeter im Blockgestein, war dies für den ersten Tag kein leichtes Unterfangen. Belohnt wurde man schließlich beim Anblick der Hütte, übrigens der einzigen niederländischen Berghütte in den Alpen, vor allem aber von den zwei Bergseen, die, eingebettet in eine majestätische Hochgebirgskulisse, die Wanderer beeindruckten.

 Am zweiten Tag war der höchste Berg der Schobergruppe, der 3300 m hoch gelegene Petzeck das Ziel. Zunächst ging es oberhalb des Wangenitzseebaches entlang Richtung Kruckel. Nach etwa 30 Minuten über etliche Blöcke folgte eine kurze, mit Stahlseilen versicherte Passage, über die der Weg ins Kruckelkar freigegeben wurde. Von hier ging es steil bergauf, bis die Gruppe über eine Scharte und stark ansteigende Querung den Grat erreichte. Jetzt wurde der Aufstieg noch steiler, durch einige kurze Kletterstellen aber auch interessanter und anspruchsvoller. Bald war der Vorgipfel erreicht und das Gipfelkreuz des Petzeck erkennbar. Der Weg führte nun über ein mäßig steiles Schneefeld zum letzen kurzen Gipfelanstieg. Zurück ging es auf dem selben Weg wieder zur Wangenitzseehütte.

 Was die Überwindung von Höhenmetern betrifft war der dritte Tag der anspruchsvollste. So ging es zunächst abwärts zur 1950 m hoch gelegenen Lienzer Hütte. Dort machte die Gruppe kurz Pause und stieg anschließend, meist steil ansteigend, auf die 2800 m hohe Gradenscharte. Von hier zum Tagesziel Adolf‑Noßberger-Hütte (2500 m) musste man wieder in vielen Kehren 300 Meter absteigen. Die A.-Noßberger-Hütte ist so abgelegen, dass sie nur mit dem Hubschrauber oder zu Fuß versorgt werden kann.

 Am vierten Tag ging es 1500 Meter bergab nach Putschall. Hoch über dem Ausgangsort, in Mörtschach-Asten (1800 m), verbrachten die 9 Teilnehmer der diesjährigen SWZ-Hochgebirgstour den letzten Abend und dankten mit herzlichen Worten Tourenwart Hugo Falk für die hervorragende Organisation und Leitung einer eindrucksvollen und unvergesslichen Bergtour.